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News

Spannende Diskussionen in der Bern Expo

In der von rund 30 interessierten Personen verfolgten Podiumsdiskussion zeigt sich, dass die Höhere Berufsbildung in der Politik unbestritten ist und in Zukunft auch zusätzliche Mittel erhalten wird. In der Wirtschaft kämpft sie jedoch weiterhin mit einer mangelnden Anerkennung und Bekanntheit, was dazu führt, dass HF-Absolventinnen und -Absolventen häufig den Wert ihres Abschluss erklären müssen. Wie Peter Stämpfli vom gleichnamigen Druck- und Verlagsunternehmen erwähnte, sind in den KMU und traditionellen Schweizer Produktions- und Dienstleistungsfirmen die HF-Abschlüsse absolut etabliert und werden sehr geschätzt. Schwieriger ist es bei den internationalen Firmen, u.a. auch weil es auf Englisch weiterhin keine befriedigende Übersetzung des HF-Titels gibt. Ein „Professional Bachelor“, wie ihn Nationalrat Matthias Aebischer erfolglos im Parlament vertreten hat, wäre weiterhin eine gute Lösung zur Positionierung der HF-Abschlüsse gegenüber den bekannteren akademischen Bachelor-Abschlüssen der Fachhochschulen und Universitäten.

Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob die Bezeichnung Königsweg nicht etwas zu hoch gegriffen sei. In einem emotionalen Plädoyer betonte die GIBB-Direktorin und hfbern-Präsidentin Sonja Morgenegg-Marti, dass dies durchaus zutreffe angesichts der Tatsache, dass die grosse Mehrheit der Jugendlichen (im Kanton Bern über 2/3) eine reguläre Berufslehre absolviere und für diese daher die Höhere Berufsbildung der Königsweg für die weitere berufliche Entwicklung sei. Der MBA-Amtsleiter Theo Ninck betonte vorgängig, dass es im Kanton Bern mehr Abschlüsse der Höheren Berufsbildung als der Fachhochschulen gäbe und es in Zukunft die Regel sein wird, nach der Berufslehre einen Tertiärabschluss zu erwerben.

Der einzige Wermutstropfen des Anlasses: Die als primäres Zielpublikum avisierten Lehrkräfte der Volksschule (Sek. 1) waren am Anlass nur sehr spärlich vertreten. Die Swiss Education Days sind dazu wohl immer noch – wie die Vorgängerausstellung DIDAC in Basel – zu sehr eine Messe für technische und didaktische Hilfsmittel. Ein ähnlicher Anlass im nächsten Jahr ist – bei entsprechender Anpassung der messeinternen Positionierung – bereits wieder vorgesehen.

 

Fotolegende

Rege Diskussion (von links nach rechts) mit Peter Marbet (Direktor Bildungszentrum Pflege), Theo Ninck, Leiter Mittelschul- und Berufsbildungsamt,  Matthias Aebischer (Nationalrat BE), Peter Stämpfli Unternehmer), Sonja Morgenegg-Marti (Direktorin gibb und Präsidentin hfbern) und Raymond Anliker (Direktor BWD)